Freispiel

Ein Kind malt mit Matsch

Internationaler Matschtag

Heute ist Internationaler Matsch-Tag! Dieses Datum sollte in keinem pädagogischen Kalender fehlen, denn hier geht es um eines der besten, offensten Spiel- und Kunstmaterialien auf diesem Planeten: Matsch.

Wer keine natürliche Quelle finden kann (Schlammkuhle o.ä.), kann Schlamm einfach selbst herstellen: Erde mit Wasser mischen, bis alles ein schöner Brei ist. In einer Gruppe wurden zuerst dicke Pinsel ausprobiert, aber die Kinder haben schnell herausgefunden, dass Hände viel besser sind – für sie ist Matsch wie Fingerfarbe, nur besser. Das Team hat zunächst auch gedacht, dickes Papier wäre ein guter Untergrund zum Malen. Aber auch hier haben die Kinder gezeigt, dass die Natur bessere Alternativen bereit hält: Baumstümpfe, Steine, Beine – und Gesichter!

Die Kreativität der Kinder ist förmlich explodiert, als sie die normalen Kunstmaterialien und die damit verbundenen Anforderungen hinter sich lassen konnten. Warum nicht Matschmalerei in die Liste der Sommeraktivitäten aufnehmen? Man muss es selbst erlebt haben!

Zwei Kinder sprechen darüber, wie sie einen Staudamm aus Outlast Bausteinen anlegen wollen

Sprachförderung? Bewegung ins Spiel bringen!

„Der Spracherwerb geht vom praktischen Handeln, von der körperlichen Tätigkeit aus. Man kann sogar sagen, dass Sprache zuerst ein körperlich-motorischer Vorgang ist. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn man sich mit Möglichkeiten der Unterstützung des Spracherwerbs bei Kindern befasst.“

Kinder brauchen Aktivitäten, die natürliche Sprachanlässe beinhalten, die sie zu Ausdruckshandeln, Gestik, Mimik und gesprochener Sprache einladen. Eine Möglichkeit ist das Freispiel in der Natur, wo Kinder gemeinsam bauen, spielen und experimentieren können.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Prof. Dr. Renate Zimmer, um mehr über die vielfältigen Beziehungen zwischen Sprache und Bewegung zu erfahren!

Mädchen vor einer Outlast Konstruktion

Einer für alle

Wie können wir der heutigen Vielfalt von Kindern in einer Kita gerecht werden?

Dr. Julian Grenier leitet eine Kita, die viel Wert auf Integration legt. Er spricht über seine Erfahrung mit Outlast Bausteinen: „Spielzeug wie Outlast bietet Kindern viele, viele Möglichkeiten zum Mitmachen. Niemand geht auf diese Bausteine zu und denkt: ‚Da komm ich nicht drauf.‘ Oder: ‚Damit kann ich nichts anfangen.‘ Es gibt immer etwas, was Kinder mit diesen Bausteinen anfangen können.“

Eine Gruppenleiterin stellt fest: „Ich glaube, dass viel mehr Mädchen sich von diesen Bausteinen angesprochen fühlen. Früher haben wir in der Kita festgestellt, dass Bausteine viele Jungen ansprechen. Doch seit wir Outlast Bausteine haben, machen erheblich mehr Mädchen beim Bausteinspiel mit. Sie interagieren mit den Jungen und verbessern ihre Fähigkeit zum fantasievollen Freispiel.“

Sehen Sie sich das Video an, um mehr über die Erfahrungen mit Outlast zu hören!

Zwei Kinder bauen mit Hohlbausteinen, Getränkekästen und Rohrstücken

Lernen mit Hand und Herz

Wo können Kinder ihre eigenen Spiele entwickeln? Spiele, die für sie bedeutungsvoll sind, in denen sie ausdrücken, was ihnen am Herzen liegt und in denen sie ihre Bedürfnisse ausleben? Zum Beispiel das Bedürfnis, sich zu bewegen, Dinge auszuprobieren, Risiken einzugehen oder sich zurückzuziehen und einfach alleine etwas genau zu untersuchen?
Die beiden Pädagogen Miedzinski und Fischer haben sich nicht nur damit beschäftigt, wie wichtig Bewegung für Kinder ist, sondern auch, wie wichtig es ist, dass sie offene Materialien und Räme zur Verfügung haben – Dinge, die nicht vorschreiben, was mit ihnen gespielt oder gemacht werden soll:

„[Es] sind Räume notwendig, die zweckentfremdet werden können, Material zur Umgestaltung enthalten; Räume in denen Kinder ihre Spuren hinterlassen, sich der Dinge bemächtigen und selbsttätig werden können. Fantasie, Neugier und Kreativität bleiben nur dann erhalten, wenn die Kinder die Räume nach ihrem Muster entdecken und erkunden und ihnen einen neuen Sinn, unabhängig von den bisherigen Funktionszuschreibungen, geben können.“

Was Miedzinski und Fischer über die „Bewegungsbaustelle“ schreiben, ist ein Aufruf zu einem fröhlichen Abenteuer. Vielleicht müssen sich nicht nur Kinder ihre Umwelt neu aneignen, sondern auch wir Erwachsene?

Hier klicken, um den ganzen Artikel über die Bewegungsbaustelle zu lesen.

Zwei Kinder spielen an einem schlammigen Bachufer

Naturbegegnung

Welche Lernumgebung ist ideal für Kinder unter 6 Jahren? Wie lernen Kinder die wichtigsten Kompetenzen? Dr. Herbert Renz-Polsters Antwort ist verblüffend einfach: Jahrtausende der Anpassung an ihre Umwelt haben Kinder zu Spezialisten gemacht, sich in einer natürlichen Umgebung und zusammen mit anderen Kindern die wichtigsten Kompetenzen der Entwicklung anzueignen:

„Das Fundament der kindlichen Entwicklung beruht auf Erfahrungslernen. Es besteht aus Erfahrungsschätzen, die die Kinder im Alltag heben müssen. Und zwar selbst, aus eigenem Antrieb und nach eigenem Plan.“

„Für diese spielerische Entwicklungsbewältigung suchen sich Kinder – wenn sie können – einen möglichst wenig strukturierten und damit gestaltbaren Entdeckungs- und Gestaltungsraum, gerne auch die „freie“ (vielleicht nicht ohne Grund so benannte?) Natur.“

Hier geht's zum ganzen Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

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