Erziehung und Bildung

boy on a rope swing outdoors

Der Zustand der frühen Kindheit

Was wir uns vor Kurzem noch nicht hätten vorstellen können, ist heute fast schon zur Norm geworden:

„Wenn ich auf Konferenzen spreche oder Schulungen gebe, bekomme ich von Fachkräften eine Menge Geschichten zu hören,“ schreibt Rae Pica, eine US-amerikanische Beraterin für Frühpädagogik, „und da ich schon fast vierzig Jahre lang Seminare und Schulungen veranstalte, können Sie sich vorstellen, wie viele Geschichten ich schon gehört habe. In letzter Zeit allerdings höre ich dauernd und überall dieselben drei Geschichten...“

Wer im frühpädagogischen Bereich arbeitet, kann sich wahrscheinlich vorstellen, was diese drei Sachen sind… Hier geht’s zum Artikel.

Ich wünsche gute Lektüre!

Peter Moorhouse bei der Arbeit mit Kindern

Erinnerung

„Man hat dir viel über Erziehung erzählt, aber eine einzige wunderbare, heilige Erinnerung an unsere Kindheit ist vielleicht die beste Erziehung, die es gibt.“
– Fjodor Dostojewski

Es ist nicht lange her, da waren wir alle kleine Kinder. Wer erinnert sich noch an die Erzieherin oder den Erzieher – den „großen“ Menschen, bei dem wir uns ein bisschen größer und ein bisschen kompetenter fühlten? Genau das ist es, was Peter Moorhouse macht, wenn er Kindern beibringt, wie man mit einem Hammer oder einer Kamera umgeht.

Erfahren Sie mehr in dem Interview, das wir kürzlich mit ihm geführt haben: Warum ist Holz so gut?

Kind mit sebstgebasteltem Holzspielzeug

Holzarbeiten in der Kita?

Wer heute Kind ist, wird vielleicht einmal einen Beruf ausüben, den es heute noch nicht gibt. Für sie wird es wichtig sein, kreativ denken zu können. Beim Arbeiten mit Holz können Kinder genau das lernen: eigene Entscheidungen treffen, eigene Lösungswege ausprobieren und durch Erfolge und Fehlschläge lernen.

Holzarbeiten beziehen Kinder hochgradig ein: Motorik und Koordination, Sprache, mathematisches Verständnis und viel mehr werden gefordert und gefördert. Was am besten ist: Es macht den Kindern richtig Spaß! (Hierzu gibt's ein kostenloses Themenheft.)

Kitas haben eine besondere Chance, Kinder an Holzarbeiten heranzuführen. Kinder verbringen oft viel Zeit in Kitas und dort lohnt es sich besonders, die passende Ausstattung wie z.B. kindgerecht große Werkbänke und Werkzeuge anzuschaffen.

 
boy smiling cheekishly

Zu Fröbels 234. Geburtstag

Eine Erinnerung an Friedrich Fröbel von einem seiner ersten Schüler:

 

„Zuerst steht fest, dass Fröbel durch und durch ein Original war… Er wollte wiederum Originale erziehen und keine Kopien; Menschen wollte er bilden und keine Maschinen: es sollten sich in den Kindern Verstand, Gemüt und Körper in harmonischer Weise entwickeln und nicht, wie es in damaliger Zeit gehalten wurde, eins auf Unkosten der anderen ausgebildet werden. Das war der oberste Grundsatz seiner Erziehung, aus ihm entsprangen alle anderen Prinzipien. Er bildet gleichsam in der Erziehungsmethode Fröbels den Kompass, durch welchen wir leicht die Wege entdecken, die Fröbel nun folgerecht einschlagen musste.

 

Zuerst war mit jenem Grundsatze die Notwendigkeit ausgesprochen, dass sich der Lehrer Mühe geben musste, auf die Individualität seiner Zöglinge einzugehen, weshalb wir damals auch täglich die Worte „Eingehen auf die Kinder“ zu hören bekamen, ohne ihren Zusammenhang zu erfassen. Natürlich ging nun jeder Lehrer auf seine eigene Weise ein, und Fröbel stand hierin allen voran. Es gelang ihm am besten, die Individualität der Kinder zu fassen, und er besaß einen merkwürdig richtigen Takt in der Leitung derselben.“ (Dr. Christian Eduard Langethal von der Universität in Jena, 1872. In: Keilhau in seinen Anfängen)

 

Hier gibt es mehr Informationen zu Friedrich Fröbel.

$name

Naturkunde

Vor Kurzem habe ich eine erstaunliche Geschichte von einer Freundin gehört: Sie war mit ihrer Klasse auf einem Ausflug, als eine der Schülerinnen zu ihr kam und meinte: „Ich glaube, ich hab gerade einen toten Igel gefunden!“ Als Denise sich sie Sache ansah, wusste sie nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. „Was für ein Baum ist das hier?“, fragte sie und zeigte auf die große Kastanie, die ihre Äste über ihnen ausbreitete. Die Schülerin wusste es nicht. Das Erstaunliche an dieser Geschichte ist, dass die Schülerin, die einen Igel nicht von einer Kastanie unterscheiden konnte, 20 Jahre alt war und bald Erzieherin sein wird!

Wir müssen die jüngeren Generationen unbedingt mit der Schönheit und den Wundern der Natur bekannt machen! Aber damit wir nicht alle deprimiert werden, sind diese Igel zu Besuch gekommen, um uns zum Lachen zu bringen! Zumindest der eine... der andere sollte das nächste Mal aufpassen, nach rechts UND NACH LINKS zu schauen, bevor er die Straße überquert. (Danke an Juliet von der Creative STAR Learning Company, dass wir Eure Igel benutzen durften.)

Helen

Stöbern Sie in unseren Lernmaterialen oder suchen Sie gezielt nach einer bestimmten Ressource

Nach Thema oder Typ filtern