Aktivspiel

Kinder spielen mit Bausteinen

Feinmotorik

Kinder verbringen zunehmend mehr Zeit mit Bildschirmgeräten. Das ist nicht ganz ohne Auswirkungen. Für das letzte Jahr vor der Einschulung stellt Dr. Marcy Guddemi, eine anerkannte Expertin für frühkindliche Bildung, fest:

„Zusammen mit sozio-emotionalen Kompetenzen und allgemeiner Neugier gehört die Feinmotorik zu den wichtigsten Fähigkeiten für dieses wichtige Jahr im Leben eines Kindes. Wenn Kinder eingeschult werden, ohne über die Feinmotorik und die Fingerkraft zu verfügen, die notwendig ist, um einen Stift zu halten, werden sie Probleme bekommen, andere Anforderungen zu bewältigen. Die Werbung will Eltern oft davon überzeugen, dass Kinder durch zweidimensionale Computerspiele und andere Programme lernen. Aber Kinder leben in einer dreidimensionalen Welt und sollten durch Erfahrungen mit echten Dingen und echten Menschen lernen.“

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Zwei Kinder sprechen darüber, wie sie einen Staudamm aus Outlast Bausteinen anlegen wollen

Sprachförderung? Bewegung ins Spiel bringen!

„Der Spracherwerb geht vom praktischen Handeln, von der körperlichen Tätigkeit aus. Man kann sogar sagen, dass Sprache zuerst ein körperlich-motorischer Vorgang ist. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn man sich mit Möglichkeiten der Unterstützung des Spracherwerbs bei Kindern befasst.“

Kinder brauchen Aktivitäten, die natürliche Sprachanlässe beinhalten, die sie zu Ausdruckshandeln, Gestik, Mimik und gesprochener Sprache einladen. Eine Möglichkeit ist das Freispiel in der Natur, wo Kinder gemeinsam bauen, spielen und experimentieren können.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Prof. Dr. Renate Zimmer, um mehr über die vielfältigen Beziehungen zwischen Sprache und Bewegung zu erfahren!

Zwei Kinder bauen mit Hohlbausteinen, Getränkekästen und Rohrstücken

Lernen mit Hand und Herz

Wo können Kinder ihre eigenen Spiele entwickeln? Spiele, die für sie bedeutungsvoll sind, in denen sie ausdrücken, was ihnen am Herzen liegt und in denen sie ihre Bedürfnisse ausleben? Zum Beispiel das Bedürfnis, sich zu bewegen, Dinge auszuprobieren, Risiken einzugehen oder sich zurückzuziehen und einfach alleine etwas genau zu untersuchen?
Die beiden Pädagogen Miedzinski und Fischer haben sich nicht nur damit beschäftigt, wie wichtig Bewegung für Kinder ist, sondern auch, wie wichtig es ist, dass sie offene Materialien und Räme zur Verfügung haben – Dinge, die nicht vorschreiben, was mit ihnen gespielt oder gemacht werden soll:

„[Es] sind Räume notwendig, die zweckentfremdet werden können, Material zur Umgestaltung enthalten; Räume in denen Kinder ihre Spuren hinterlassen, sich der Dinge bemächtigen und selbsttätig werden können. Fantasie, Neugier und Kreativität bleiben nur dann erhalten, wenn die Kinder die Räume nach ihrem Muster entdecken und erkunden und ihnen einen neuen Sinn, unabhängig von den bisherigen Funktionszuschreibungen, geben können.“

Was Miedzinski und Fischer über die „Bewegungsbaustelle“ schreiben, ist ein Aufruf zu einem fröhlichen Abenteuer. Vielleicht müssen sich nicht nur Kinder ihre Umwelt neu aneignen, sondern auch wir Erwachsene?

Hier klicken, um den ganzen Artikel über die Bewegungsbaustelle zu lesen.

Zwei Kinder spielen an einem schlammigen Bachufer

Naturbegegnung

Welche Lernumgebung ist ideal für Kinder unter 6 Jahren? Wie lernen Kinder die wichtigsten Kompetenzen? Dr. Herbert Renz-Polsters Antwort ist verblüffend einfach: Jahrtausende der Anpassung an ihre Umwelt haben Kinder zu Spezialisten gemacht, sich in einer natürlichen Umgebung und zusammen mit anderen Kindern die wichtigsten Kompetenzen der Entwicklung anzueignen:

„Das Fundament der kindlichen Entwicklung beruht auf Erfahrungslernen. Es besteht aus Erfahrungsschätzen, die die Kinder im Alltag heben müssen. Und zwar selbst, aus eigenem Antrieb und nach eigenem Plan.“

„Für diese spielerische Entwicklungsbewältigung suchen sich Kinder – wenn sie können – einen möglichst wenig strukturierten und damit gestaltbaren Entdeckungs- und Gestaltungsraum, gerne auch die „freie“ (vielleicht nicht ohne Grund so benannte?) Natur.“

Hier geht's zum ganzen Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

EIn Junge springt von einem Outlast Kasten ab

Recht auf Risiko

„Kinder wollen und müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen – sie wollen die Welt entdecken, Dingen auf den Grund gehen und sich als aktive ‚Könner‘ selbstwirksam erleben“, schreibt Ursula Günster-Schöning in einem kürzlich veröffentlichten Artikel. Aber „in unserer heutigen Gesellschaft der Aufsichtspflicht und Sicherheitsmaximierung hat das Wort Risiko häufig einen sehr negativen Beigeschmack ... Doch fehlende Erfahrungen mit dem eigenen Körper behindern die Kinder nicht nur, sondern machen sie sogar anfällig für Verletzungen.“

Immer weniger Kinder haben direkten Zugang zu Wiesen und Wäldern, wo sie frei spielen und sich Herausforderungen suchen können. Sollen sie sich also lieber aufs Sofa setzen und Computer spielen?

Ursula Günster-Schöning, bekannt als Coach und Autorin, sieht das ganz anders. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Viel Spaß wünscht

Daniel

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