Ich bin euer Freund

Kinder gießen eine Rose

Zwei- und Dreijährige lernen noch vor allem über ihre Sinneseindrücke. Der Tastsinn spielt dabei eine große Rolle, deswegen brauchen sie ein weitgefächertes Angebot verschiedener Materialien zum Erkunden. Alles was rau, glatt, hart, weich, kalt, warm, nass, trocken, matschig, kratzig, flauschig, seidig, stachelig, klebrig, knusprig, rissig etc. ist, macht sie neugierig – und fördert dabei die Sprachentwicklung, weil sich die Kinder über ihre Erfahrungen mitteilen wollen.

Das konnte ich gut beobachten, als Luca und Jonas begannen, die Rose vor meinem Fenster zu gießen.  Die Blüte war bald triefend nass und voller Wasser.

Jonas (zu sich selbst): „Ich renne mit meinem Wasser. Dann komme ich rechtzeitig an.“

Su-Bin bringt auch einen Becher Wasser: „Hier!“ meint Luca und zeigt auf die bereits mit Wasser gefüllte Blüte: „Diese Rose braucht noch Wasser! Guck mal - sie öffnet sich. Das ist unsere beste Rose!“

Kati kommt auch dazu, und Su-Bin schüttet erneut Wasser auf die arme Blume und sagt: „Schau mal! Sie wächst!“

Luca zu Su-Bin: „Guck die Rose nicht an! Wenn du sie so anguckst, dann wächst sie nicht. Außerdem gehört diese Rose Jonas und mir. Ihr dürft sie nicht gießen.“

„Doch, das dürfen sie!“ erwidert Jonas schnell. „Sie sind unsere Helfer.“

Su-Bin darauf: „Nein, ich bin euer Freund.“

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