Inklusion im freien Spiel

Freies Spiel

Wenn Kinder ihre Spielsituation selbst wählen, dann treffen sie selbst eine Entscheidung. Das Selbstvertrauen und die Unabhängigkeit, die sie hier erlangen, wird ihnen ihr ganzes Leben lang helfen. Natürlich schließt das auch Kinder mit Behinderungen ein (die übrigens in der Reggiopädagogik als „Kinder mit besonderen Rechten“ verstanden werden).

Auf dem Bild sehen wir zwei Mädchen, die miteinander spielen. Wegen zerebraler Kinderlähmung kann eine der beiden nicht laufen und hat Schwierigkeiten beim Sprechen. Aber beim freien Spiel, besonders im Rollenspiel, kann sie in ihrer Fantasie alle möglichen Abenteuer erleben. Hier erlebt sie Freiheit und gewinnt Selbstvertrauen. Jean Piaget zufolge können Kinder beim Rollenspiel die Realität der Welt so abbilden, wie es ihrem Verständnis und ihren Interessen entspricht. Seiner Auffassung nach ist Rollenspiel eine der reinsten Formen des symbolischen Denkens und spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der intellektuellen Fähigkeiten von Kindern.

Selbst gewählte Spiele erlauben Kindern, die Welt auf eine Weise zu interpretieren, die ihrem Entwicklungsstand entspricht.

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